Vergangenheitsbewältigung à la Bundesrepublik Deutschland
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Ist Vergangenheitsbewältigung vielleicht sogar etwas typisch Deutsches, so wie Gartenzwerge oder Trachtenlederhosen? Man mag auf diese Idee kommen, allein schon deshalb, weil es ungeheure Probleme bereitet, das schöne deutsche Wort "Vergangenheitsbewältigung" in andere Sprachen zu übersetzen. Nun, immerhin ist es gut, dass unser Volk mit seiner Geschichte nicht ganz so unkritisch umgeht wie andere Nationen, die eher nach dem Motto "egal, ob falsch oder richtig, es ist mein Land" handeln. Doch wie glaubwürdig ist die deutsche Vergangenheisbewältigung?

Auch die deutsche Geschichte ist geprägt vom Terror der christlichen Kirchen, unter denen Europa viele Jahrhunderte zu leiden hatte: Kriege, Kreuzzüge, Sklavenhandel, Scheiterhaufen, Ausbeutung der Bevölkerung durch Ablaßzettelhandel und Steuern, die mit der Drohung der Hölle und ewigen Verdammnis erpreßt wurden...

Doch die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist weitgehend tabu. Religion und Kirche bleiben privilegiert und werden immer noch vom Staat finanziert. Die Kirche sei ja neben ihrer (fremdfinanzierten) Wohltätigkeit ein wichtiger Garant für moralische und ethische Werte und ein Bewahrer der abendländischen Kultur; das behaupten jedenfalls viele...

 

Dieses schmucke alte Denkmal in Wanne - Eickel Holsterhausen erinnert an die Helden des Krieges gegen den Aufstand der Hereros im damaligen Deutsch - Südwest - Afrika, heute Namibia.

Einige Historiker meinen, es hätte sich bei jenem Massaker am Waterberg um den ersten Völkermord der deutschen Geschichte gehandelt. Andere gehen jedoch nicht davon aus, dass man die damaligen Kriegshandlungen als Völkermord bezeichnen kann.

Wie dem auch sei, ein Glanzpunkt der deutschen Kolonialgeschichte war es sicherlich nicht. Allerdings interessiert sich heute ohnehin kaum noch jemand dafür...

 

 

...nur noch selten findet man Erinnerungen an die deutsche Kolonialzeit im Alltagsleben.

<<< "Kolonial"-Viertel in Duisburg

 
 

Das Hissen einer DDR Fahne war in der Bundesrepublik Deutschland verboten, DDR Politikern drohte bei einer evt. Einreise in die imperialistische BRD gar die Verhaftung.
Doch trat bei den olympischen Spielen 1972 in München auch eine DDR Manschaft auf, die selbstverständlich ihre Fahne zeigen wollte. Deshalb wurde man hierzulande etwas toleranter. Ab ca. 1973 verschwanden dann auch in den Zeitungen die bislang üblichen "DDR" - Gänsefüschen, oder gar das alte SBZ (sowjetische Besatzungszone).
Während man in den 1960ern noch ein großes "X" vor die sowjetzonale Postleitzahl schreiben mußte, prangte nun das selbstwußte ´DDR - 12345´ auf dem Briefumschag...

Reproduktion des Bildes mit freundlicher Genehmignung von www.militaria-agent.com
Die deutsche Vergangenheitsbewältigung nimmt zuweilen den Charakter einer Realsatire an.
So sind heute originalgetreu nachgeschneiderte FDJ - Hemden ein echter Modeknüller, meist ohne jeden politischen Hintergedanken. Doch wie sieht die Rechtslage aus? Darf man das Hemd überhaupt in der Öffentlichkeit anziehen?
Im Jahre 1956 wurden die westdeutsche KPD und ihre Jugendorganisation FDJ vom Bundesverfassungsgericht verboten, das Verbot wurde nie aufgehoben. Dem zu Folge wäre das Tragen eines Hemdes der westdeutschen FDJ nach § 86a StGB "Verwendung von Abzeichen verfassungswidriger Organisationen" verboten. Die alte FDJ der DDR wurde hingegen nie verboten, daher ist es erlaubt ein Hemd der DDR - FDJ zu tragen.
Das Problem besteht nun darin, dass sich das westdeutsche und das DDR FDJ Hemd äußerlich überhaupt nicht unterscheiden...
Bilder vom Presse- und Volksfest der DKP aus dem Jahre 2009 im Revierpark Wischlingen in Dortmund


So wurde dann auch die im Jahre 1968 neu gegründete DKP mit großer Sorge betrachtet. Gewiß, es war die sensible Zeit der 68ger Unruhen, manch einer fürchtete die große Revolution. Der Vietnam Krieg erhitzte die Gemüter. Damals hatte aber auch die NPD ihre beste Zeit und scheiterte 1969 bei der Bundestagswahl nur knapp an der 5 % Hürde. Es war die große Zeit der Polarisierung der Gesellschaft, die "demokratische Mitte" sah sich bedroht. Doch man entschied sich richtig, dieses Problem nicht wieder mit neuen Parteienverboten begegnen zu wollen.

Die Berufverbotskampagnen der Bundesrepublik in den 1970er Jahren gegen Kommunisten und andere Linke, der sogenannte Radikalenerlaß, der Angehörigen linksgerichteter Organisationen den Zugang zum öffentlichen Dienst verwehren sollte, brachte im Nachhinein gar nichts, sondern schadete nur dem Ansehen der Bundesrepublik. Eine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Linken unterblieb. Man setze weiterhin auf Zermürbungstaktik - mit Erfolg, denn 1990 konnte die Bundesrepublik die Konkursmasse DDR übernehem, aber nicht unbedingt zu unserer Freude.

 

 

DAS DRITTE REICH

Aber kommen wir nun zum heikelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Nach dem zweiten Weltkrieg begannen die alliierten Siegermächte mit der Umerziehung der Deutschen, nachdem sie eingesehen hatten, dass es besser ist, sich mit ihrem ehemaligen Kriegsgegnern Deutschland und Japan zu verbünden als wieder einen neuen revanchistischen Krieg zu riskieren. Der beginnende Ost- Westkonflikt, auch "kalter Krieg" genannt, teilte Europa und den Rest der Welt in zwei Lager.

Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich gab es bis heute leider nicht, statt dessen reagierten die Behörden der Bundesrepublik mit den üblichen Verboten. So wurde die NSDAP Nachfolgepartei SRP (sozialistische Reichspartei) bereits 1952 verboten.

Alles, was an die Gewaltherrschaft der Nazis erinnern könnte, sollte aus dem Bewußtsein der Bevölkerung getilgt werden. Die Adolf - Hitler Straßen, die es in jeder deutschen Stadt gab, waren bereits kurz nach dem Kriege umbenannt worden. Aus den Amtsstempeln der Behörden wurden die Hakenkreuze herausgeschnitzt, bis neue angeschafft werden konnten.

Die Deutschen sollten sich vollständig neu orientieren, in der Trizone pro westlich, in der Ostzone sozialistisch.

 

Hoheitszeichen und Dienststempel aus alten Zeugnissen meines Vaters,
links vom 14. 7. 1939, rechts vom 10. 9. 1946

Ein interessantes Zitat aus einem Zeugnis meines Vaters von 1938:

"Ihr müßt die Tugenden heute üben, die Völker brauchen, wenn sie groß werden wollen:
Ihr müßt treu seín!
Ihr müßt mutig sein!
Ihr müßt tapfer sein!
Und Ihr müßt untereinander eine einzige große, herrliche Kameradschaft bilden."
Adolf Hitler

 

In Wuppertal gab es in den 1970er Jahren noch eine Dorfmüllerstraße. Dorfmüller wurde in Wuppertal geboren und war als Verkehrsminister im Dritten Reich für die Judendeportationen in die Konzentrationslage mitverantwortlich..

Eine echte Kuriosität ist aber diese Foto von 2009 der Saarlauternstraße in Haltern am See (Landkreis Recklingkausen). Die deutsche Stadt Saarlouis war von den Nazis in Saarlautern umbenannt worden. Dass die Stadt aber bereits seit 1945 wieder ihren alten Namen trägt, ist den Stadtvätern offensichtlich bis heute entgangen.

Ostmarkstraßen ( = Österreich) gibt es hingegen heute noch ziemlich viele....

 

 

 

 

Die Hitlerjugend beim fröhlichem Schinkenklopfen.

Viele ältere Mitbürger haben diese Zeiten noch in durchaus positiver Erinnerung.

 
Der Reichsarbeitsdienst im Aktion: Zucht, Ordnung, Disziplin für das neue Großdeutsche Reich
 

Ich konnte ja noch mit vielen Menschen persönlich sprechen, die das Reich bewußt erlebt haben und kann daher zur Ehrenrettung dieser Menschen sagen, dass die meisten von ihnen sicherlich nicht nur aus reinem Idealismus gehandelt haben. Viele versprachen sich vom neuen Großdeutschen Reich ein gutes Leben in Reichtum und Wohlstand. Die niederen oder körperlich anstrengenden Arbeiten müßten dann später ohnehin nicht mehr die arischen Herrenmenschen erledigen. Dafür wollte man dann in Kauf nehmen, drei Jahre Wehrdienst leisten zu müssen und anschließend mindestens vier Kinder zeugen zu sollen. Von nichts kommt eben nichts...

 
 
 

Der zweite Weltkrieg

Zunächst einmal müssen wir uns mit der Vorgeschichte des zweiten Weltkrieges beschäftigen, denn der zweite Weltkrieg wäre ohne den ersten Weltkrieg nicht möglich gewesen. Den alliierten Siegermächten des ersten Weltkrieges muß man in diesem Zusammenhang sehr viele Vorwürfe machen:

* Der Versailler Vertrag basiert auf großen Ungerechtigkeiten, da er dem Deutschen Reich die Alleinschuld am Kriege gab. Das ist historisch gesehen falsch.

* In den USA und Kanada wurden während des Krieges Deutsche und Amerikaner deutscher Abstammung verfolgt, vereinzelt kam es auch zu Mordanschlägen. Die Verwendung der deutschen Sprache wurde verboten, die meisten deutschnamigen Städte umbenannt.

* Die Wahlen in den Abstimmungsgebieten Westpreußens wurden manipuliert. Einige Gebiete kamen zu dem neu gegründeten Staat Polen trotz eines gegenteiligen Plebiszits.

* Die Alliierten verboten 1920 unter Bruch des Völkerrechtes die Vereinigung des Deutschen Reiches mit der Republik Deutschösterreich. Dieses Verbot wurde im österreichischen Staatsvertrag von 1955 erneuert und existiert bis heute.

* Frankreich und Belgien besetzten in den Jahren 1923/25 unter einem Vorwand das Ruhrgebiet.

* Die Kolonien des Deutschen Reiches wurden von den Alliierten annektiert. Die deutschen Farmer wurden entschädigungslos enteignet und vertrieben. Lediglich in Deutsch Südwest - Afrika (Namibia) konnte die Hälfte der deutschen Siedler verbleiben, wo sie übrigens noch bis heute sind. Nach dem zweiten Weltkrieg mißbrauchten die USA die Marshallinseln als Testgebiet für Atomwaffen und verursachten damit eine ökologische Katastrophe..

* Die Amerikaner hatten die Energieversorgung Japans abgeschnitten und provozierten damit den Angriff auf Pearl Harbour.

Angesichts dieser Fakten stellt sich ernsthaft die Frage, ob der zweite Weltkrieg überhaupt vermeidbar war. Denn es ist klar, dass jeder ungerechte Friede wieder einen neuen Krieg provoziert.

Ja, der zweite Weltkrieg wäre vermeidbar gewesen, wenn alle Beteiligten - also sowohl die Alliierten als auch die Achsenmächte - guten Willen gehabt hätten. Der gute Wille zur einvernehmlichen Lösung war auf reichsdeutscher Seite während der Zeit der Weimarer Republik vorhanden, wurde jedoch von den Alliierten nicht entsprechend gewürdigt. Als die Alliierten zur Einsicht kamen, war es bereits zu spät. Da war Adolf Hitler schon an der Macht.

Dabei hätte man mit zwei ganz einfachen Mitteln die Machtübernahme der Nazis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindern können, nämlich durch die Einführung einer konstitutionellen Monarchie in ganz Deutschland etwa nach dem Vorbild Großbritanniens und die sofortige Vereinigung des Reiches mit Deutschösterreich. Das Land war einfach noch nicht reif für eine moderne Demokratie. Mit diesem Kompromiß hätte jeder leben können, so dulden etwa in Schweden die Kommunisten ja auch das Königshaus. Zudem darf man auch die integrative Kraft des Adels für Europa nicht gering schätzen, da die Adelshäuser ja fast alle untereinander verwandt waren. Dass das alles nicht geschehen ist, ist die Schuld der Alliierten.

Immerhin muß man den Alliierten aber bescheinigen, nach Ende des zweiten Weltkrieges aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Sie bemühten sich um Aussöhnung und Frieden mit den ehemaligen Achsenmächten. Dafür begann aber der Ost West Konflikt, der sogenannte kalte Krieg, der Europa 40 Jahre lang trennen sollte.

Die deutsche Atombombe
Wichtige Fragen des zweiten Weltkrieges sind nach wie vor nicht hinreichend geklärt, etwa die Frage nach der deutschen Atombombe. Die meisten Quellen berichten, dass die Nazis die Entwicklung der Atomwaffen nach dem Blitzkrieg gegen Frankreich im Jahre 1941 eingestellt hätten, andere behaupten, die Nazis hätten bereits kleinere, aber funktionsfähige Atomwaffen gehabt.

Eine Meinung: Die Nazis sollten die Entwicklung der Atomwaffen eingestellt haben, weil sie einerseits zwar den Bau solcher Waffen für möglich, aber nicht für kurz- und mittelfristig realisierbar hielten, so dass jene nicht mehr kriegsentscheidend wären. Probleme bereitete auch der Materialmangel. Diese Einschätzung der Lage war richtig. Auch die USA hätten 1945 nicht genügend Material gehabt, um Japan mit Atombomben besiegen zu können. Die Nazis entschlossen sich daher, auf die weitere Entwicklung zu verzichten und statt dessen ihre Energien auf andere Projekte zu konzentrieren. Aber: Die Japaner hätten das eigentlich auch wissen müssen, weshalb sind sie dann auf den Bluff der USA mit den Atomwaffen hereingefallen?

Hätten die Nazis und auch die Amerikaner mehr Zeit für die Entwicklung für ihre Atomwaffen gehabt, dann hätte dieser Krieg mit einem totalem Desaster geendet. Das alles blieb uns zum Glück erspart. Doch Lehren zogen die Amerikaner nicht daraus, noch in den 1950er Jahren gab es US Politiker, die die atomare Zerstörung der Sowjetunion befürworteten, um den USA die alleinige Weltherrschaft zu verschaffen.

Eine vorbehaltlose Aufklärung der historischen Ereignisse ist bei allen Beteiligten dringend anzumahnen, selbst dann,wenn die Ergebnisse in einzelnen Punkten zu Gunsten der Nazis sprechen sollten. Die weitere Verschleierung historischer Fakten provoziert neue Gerüchte und wilde Spekulationen, die dazu geeignet sein können, den Nationalsozialismus zu verklären.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shoah Denkmal in Herne

 

Die Judenverfolgungen der Nazis

GEISTIGE URHEBER SIND DIE CHRISTLICHEN KIRCHEN:
Die Nazis haben den Antijudäismus zwar perfektioniert, sind jedoch nicht dessen Erfinder. Bereits 500 Jahre zuvor forderte Martin Luther dazu auf, alle Juden tot zu schlagen, wenn sie sich nicht zum Christentum bekennen wollten. Der christliche Antisemitismus brachte im Laufe der Jahrhunderte ein Pogrom nach dem anderen hervor. Dazu kam noch eine verhängnisvolle Gemeinsamkeit von Nazis und Juden. Die Nazis hielten ihre "arische Herrenrasse" und die Juden sich selbst für ein auserwähltes Volk. Nun, es ist eigentlich klar, dass es für zwei "auserwählte Völker" in dem engen Europa keinen Platz geben könnte...

WEITERE URSACHE:
Die Nazis gaben den Juden die Schuld an dem für die Achsenmächte verlorenen ersten Weltkrieg. Nun, dieses Argument hat man bislang nicht ernst genommen, da die Juden seit Alters her pauschal für alles Übel verantwortlich gemacht wurden: Hungersnöte, Erdbeben, Überschwemmungen, Missernten, Pest und Cholera.
Doch es gibt handfeste Indizien, dass dieser Vorwurf tatsächlich begründet ist. Etwa 1 1/2 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges war die Lage festgefahren. Eigentlich wünschten sich alle Beteiligten, sowohl die Entente - insbesondere Frankreich - als auch die Achsenmächte, Frieden und wären auch bereit gewesen einen enstprechenden Friedensvertrag zu schließen und sich auf ein Remis einigen zu wollen.
Wie wir alle wissen, wurde dieser Frieden dennoch nicht geschlossen. Warum schließt man keinen Frieden, obgleich alle sich Frieden wünschen? Für diese Frage gibt es nur eine einzie sinvolle Erklärung: Man will dann keinen Frieden, wenn man glaubt, den Krieg doch noch gewinnen zu können.
Doch das glaubte zu der Zeit niemand mehr. Die Situation änderte sich jedoch schlagartig durch den Beitritt der USA zum ersten Weltkrieg zu Gunsten der Entente. Vor dem Krieg und in seiner Anfangsphase hatten die USA eindeutig ihre Neutralität erklärt und wollten mit den ausländischen Kriegen nichts zu tun haben. Wie kam aber dieser plötzliche Sinneswandel zustande?
Großbritannien war zu dieser Zeit hoch verschuldet, die USA hätten eine Menge Geld verloren durch eine Niederlage von Großbritannien. Allerdings stand eine Niederlage von Großbrittannien ohnehin nicht zur Diskussion. Daneben wird angeführt, dass durch Angriffe deutscher U Boote auf englische Passagierschiffe auch US - Bürger getötet wurden, bestes Beispiel wäre die Versenkung der Lousitania. Doch die USA wußten, dass die Engländer ihre Passagierschiffe für Munitionstransporte missbrauchten. Daher gilt es zu vermuten, dass die USA die Angriffe der deutschen U Boote bewußt provoziert haben um einen Vorwand für ihren Kriegseintritt zu haben.
Nun, die Nazis gaben den Juden die Schuld für diesen plötzlichen Sinneswandel. Die Juden hätten ihren Einfluß in den USA genutzt, um jene in den Krieg zu Gunsten der Entente hinein zu ziehen, wenn ihnen die Engländer dafür im Gegenzug Palästina überlassen würden - siehe: Balfour-Deklaration von 1917. Palästina war zu dieser Zeit britisches Mandatsgebiet.
Ungeklärt ist, ob diese Vorwürfe gegen die Juden nun gerechtfertigt sind oder nicht. Die Historiker unterlassen ganz einfach die notwendige Forschungs- und Ermittlungsarbeit. Es drängt sich wieder einmal der Verdacht auf, dass etwas vertuscht werden soll. Es wäre in der Tat ein immenser Skandal, wenn die Juden Deutschland, ein Land, in dem sie bislang immer gut behandelt worden waren, für diesen egoistischen Zweck verraten hätten.


GAB ES ALTERNATIVEN FÜR DEN GENOZID?
Unbestritten ist, dass die Nazi die Juden aus Deutschland und den von ihnen beanspruchten Herrschaftsbereich, also Europa, entfernen wollten. Um dieses Ziel erreichen zu können, müßte man jedoch nicht zwangsläufig einen Völkermord begehen. Es hätte durchaus gereicht, die Juden aus Europa zu vertreiben. In der Tat gab es in den 1930ger und 40ger Jahren entsprechende Pläne die Juden in eine neu zu schaffende deutsche Kolonie in Afrika, zum Beispiel auf die ostafrikanische Insel Madasgaskar oder in bestimmte Gebiete Osteuropas umzusiedeln.
Der Handlungsbedarf stieg, da durch die deutschen Eroberungen zu Beginn des zweiten Weltkrieges immer mehr Juden in den Herrschaftsbereich der Nazis kamen. Nach dem erfolgreichen Frankreich Feldzug erhofften sich die Nazis durch den Sieg über England auch den Zugriff vor allem auf die damaligen afrikanischen Kolonien Frankreichs und Großbritanniens. Mit erbeuteten Schiffen hätte man die Deportation der Juden relativ leicht bewältigen können. Doch der Sieg über England blieb aus, aber was wäre andernfalls geschehen?
Nun könnten wir es uns sehr einfach machen und die damaligen Aussiedlungspläne der Nazis als billige Propaganda abtun, aber selbst wenn es wirklich nur Propaganda war, beweist das zumindest doch, dass die Nazis zumindest noch auf die Wahrung ihres Ansehens in der Weltöffentlichkeit bedacht waren. Das sind viele Neonazis selbst heute noch durch die Leugnung des Genozids. Davon abgesehen hätte man auf diese Weise auch den berechtigten Wunsch der Juden nach Gründung eines eigenen Staates erfüllen können, so dass viele von ihnen sogar freiwillig Europa verlassen hätten.
Die Nazis entschlossen sich letzten Endes erst dann den Völkermord durchzuführen, nachdem sie gesehen hatten, dass sie den Krieg nicht mehr gewinnen können.
Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Auch die Vertreibung einer Bevölkerungsgruppe aus ihrer Heimat ist ein schweres Unrecht, man denke nur einmal an das Leid der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg. Allerdings besteht zwischen einer Vertreibung und einen Völkermord immer noch ein erheblicher qualitativer Unterschied.

DIE LEUGNUNG DES NS - GENOZIDS: Welche Gründe könnte es für Menschen geben, den NS - Genozid zu leugnen, obgleich er ein erwiesener historischer Fakt ist?

* UNSERIÖSE INFORMANTEN: So sicher wie Auschwitz bewiesen ist, ist bewiesen, dass vor allem die Amerikaner vorsätzlich Lügen über die Nazis verbreiten haben und bis heute immer noch wider besseren Wissens verbreiten. So ist die Behauptung der US - Propaganda, die Nazis wären Atheisten gewesen, absolut haltlos. Die Nazis waren geprägt vom christlichen Gedankengut, wollten die christlichen Kirchen als Staatskirchen behalten und längerfristig die alten germanischen Religionen wieder einführen zur Stärkung der germanischen Identität der Bevölkerung. Außerdem waren die Nazis stark der Esoterik (Aberglauben etc.) zugeneigt. So gab es kein einziges See- oder Luftschiff, welches den Namen "Adolf Hitler" trug. Wäre dem Schiff etwas zugestoßen, hätten das die Nazis als schlechtes Omen angesehen...
Während mißliebige Nazis in den berühmten Nürnberger Prozessen nach dem Kriege von den Alliierten vor Gericht gestellt wurden, erhielten die Nazis, die den Siegermächten nützlich sein konnten ein Luxusasyl erster Klasse in Amerika und auch in der Sowjetunion. Damit sind insbesondere die Fachleute aus der zur damaligen Zeit weltweit führenden Raketentechnologie der Nazis gemeint. Zudem wurde kein einziger Kriegsverbrecher der Alliierten - zum Beispiel die Verantwortlichen für den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki - vor Gericht gestellt. Das entwertet die Nürnberger Prozessen als Rachejustiz.

* WUNSCHDENKEN: Die bewußte Leugnung von Wahrheiten ist immer auch ein Zeichen von Distanzierung. Was sie nicht haben wollen, das ignorieren viele Menschen eben gern. Es ist vergleichbar mit einem religiösen Glauben, dabei glaubt man an etwas, woran man - aus welchen Gründen auch immer - glauben will, völlig egal, ob es mit der Realität etwas zu tun hat oder nicht. Deshalb kann ich auch in der Leugnung des Völkermordes keine Beleidigung der Juden erkennen. Wer die Juden beleidigen möchte, der würde eher den Völkermord rechtfertigen.

* ANGRIFF GEGEN DEN STAAT: Einen interessanten Artikel zu diesem Thema fand ich in der WAZ (Westdeutschen Allgemeinen Zeitung) vom 25. 5. 1985. Dem zu Folge führte die Hamburger Justizsenatorin Leithäuser (SPD) aus, mit der Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen solle in Wahrheit der Staat (gemeint ist die Bundesrepublik Deutschland) angegriffen werden. Die Leugnung von NS Verbrechen müsse als gesonderter Straftatbestand verfolgt werden.

"Ein Angriff gegen unseren Staat" - diese Aussage wirft eine Reihe weiterer Fragen auf. Könnte man den Staat Bundesrepublik Deutschland mit der sogenannten Auschwitzlüge überhaupt angreifen?
* Wer den NS - Genozid leugnet, würde natürlich unter anderem auch die Bundesrepublik Deutschland der Lüge bezichtigen. Doch welch einen Grund könnte es für ein Land geben, absichtlich solch eine nicht gerade ruffördernde Geschichte zu erfinden? Das wäre wenig wahrscheinlich.
* Welche Folgen hätte es für unser heutiges Land, wenn es den NS - Genozid nicht gegeben hätte? Es gibt schließlich noch genug andere Dinge, die man den Nazis vorwerfen kann: Rassismus, Nationalismus, Imperialismus, allgemeine Intoleranz. Eine Rehabilitierung der Nazis wäre auf keinen Fall möglich.
Nein, durch die Verbreitung der sogenannten Auschwitzlüge könnte man die Bundesrepublik Deutschland gewiß nicht angreifen, zumal die Bundesrepublik in der relevanten Zeit noch gar nicht existierte. Wer die Bundesrepublik Deutschland wirklich "angreifen" will, der wird hunderte bessere Argumente finden.
Aber, außerdem: Warum hat die Bundesrepublik Deutschland Angst vor "angreifender" Kritik? Kann sie sich nicht mit Argumenten wehren statt mit strafrechtlicher Gewalt? Wenn diese Frage verneint werden muß, dann wäre das aber ein echtes Armutszeugnis für den Staat...

DIE LEUGNUNG DES NS - GENOZIDS gegen die Juden ist eine Geschmacklosigkeit, aber letzten Endes auch nicht mehr als das und auf keinen Fall ein strafwürdiges Delikt. Die Meinungsfreitheit deckt auch das vorsätzliche Verbreiten objektiv falscher Tatsachenbehauptungen. Wäre dem nicht so, müßte man sogar die Religion verbieten. Eine Sonderbehandlung bei der Sanktionierung der Leugnung des NS - Genozids sollte es nicht geben. Entweder muß man die Verbreitung aller falschen Tatsachenbehauptungen bestrafen, oder aber keine. Staat, Gesellschaft und auch die Juden selbst müssen es aushalten, dass es nun einmal ein paar Menschen gibt, die den Völkermord leugnen. Über diesen Dingen muß man eben stehen, mit staatlicher Gewalt läßt sich dieses Problem ohnehin nicht lösen, sondern nur durch sachliche Aufklärung, der die breite Masse der Bevölkerung immer noch offen gegenüber steht. Politisches Strafrecht, wie etwa der § 130 StGB Volksverhetzung, muß vollständig abgeschafft werden, zumal es ohnehin nur einige bestimmte, von der Obrigkeit unerwünschte Tatsachenbehauptungen bestraft, was auch nicht gerade der Glaubwürdigkeit des Staates dienlich ist.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Völkermorde und Kriege eindeutig gebilligt werden. Nur, müßte man nicht in diesem Falle in erster Linie die Kirchen verbieten? Bibel, Koran und Talmud fordern schlielich dazu auf. Daran denkt aber niemand. So ist das nun einmal in unserem Lande, Recht und Moral werden ständig mit zweierlei Maß gemessen.


 

FAZIT:
Es ist erschreckend, mit welcher Hilflosigkeit unser Staat dem Phänomenen des Rechts- und Linksradikalismus gegenüber steht. Verbote und die Kriminalisierung von unangenehmen Kritikern sind kein geeignetes Mittel, um diesen Leuten gerecht zu werden. Auf diese Weise profitieren jene durch den Mitleidseffekt. Gerecht ist das alles nicht.
Die Glaubwürdigkeit des Staates bleibt völlig auf der Strecke. Solange dieser Staat mit der (christlichen) Kirche gemeinsame Sache macht, ist eine glaubwürdige Distanzierung von Auschwitz nicht möglich. Da nutzt es auch nichts, immer weitere Denkmale zur Erinnerung an den Völkermord aufzustellen und in immer neuen Sonntagsreden seine Abscheu dazu zum Ausdruck zu bringen. Vor allem bringt es nichts, immer strengere Gesetze zu fordern, die die allgemeinen Bürgerrechte weiter einschränken und damit die Unehrlichkeit und Staatsverdrossenheit der Bürger/innen fördern. So sind wir auf direktem Wege zu einer neuen Diktatur, und das wollen wir doch wohl nicht, oder?
Natürlich deckt die Meinungsfreiheit nicht Verleumdungen und Beleidigungen. Doch leider sind die Grenzen zur legitimen und notwendigen Kritik nicht eindeutig festzulegen, da sich manch einer schon durch wohlgemeinte Kritik involviert fühlt. Dennoch ist selbst eine überzogene, ja selbst verlogene Kritik, immer noch hinzunehmen, unsere Bevölkerung ist reif genug, sich darüber eine eigene Meinung bilden zu können.


...und nun zum Schluß die wichtigste aller Fragen:

Wie kann man verhindern, dass sich künftig solche Völkermorde wiederholen?
- unabhängig davon, wer das Opfer und wer der Täter ist -

Die Chance, künftig Völkermorde zu vermeiden, hat sich leider eher veschlechtert. Das hat nichts damit zu tun, dass die Menschen und ihre Regierungen aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, denn ansonstens hätten sie ja ihr Verhalten geändert.
Seit der Nazi - Zeit hat sich die Erdbevölkerung mehr als verdoppelt. Trotzdem betreiben die allermeisten Staaten der Erde immer noch eine geburtenfördernde Politik. Dabei werden die Ressourcen immer knapper, das merkt fast jeder von uns im täglichen Leben, wenn er den stetig stärker werdenden Konkurrenzdruck bei der Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, staatlichen Sozialleistungen und Renten spürt. In der sog. Dritten Welt geht es vielen Menschen nur noch um´s nackte Überleben. Es ist eben nicht mehr genug für alle da. Die Grenzen des Wachstums sind erreicht, eine gerechtere Verteilung der Güter würde langfristig aber auch nur Armut für alle bedeuten und wäre keine Lösung.
Wer sich in seiner Existenz bedroht fühlt, will sich natürlich schützen und entwickelt daher ein größeres Agressionspotential, was dann eines Tages zu einer Eskalation der Lage führen kann. Und die bedrohte Existenz existiert heute in der Realität und ist keine Einbildung.
Wenn wir also künftig keine Völkermorde und auch Kriege mehr haben wollen, müssen wir Menschen unsere hemmungslose Vermehrung einstellen. Daran führt kein Weg vorbei. Alle anderen auch noch so gut gemeinten Maßnahmen wären sonst völlig wirkungslos.