Gottesexistenz: Warum es keinen Gott gibt

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BEHAUPTUNG:
DER ATHEISMUS IST EINE BEWIESENE TATSACHE UND KEIN GLAUBE:

 

Beweisführung:

Zunächst müssen wir erst einmal klären, wovon überhaupt die Rede ist. Ziemlich klare Hinweise auf die Definition des Begriffes "Gott" bietet uns das christliche Glaubensbekenntnis. Demnach wäre Gott...

A. ...ein allmächtiges Wesen, das alle Ereignisse im Universum kontrolliert und bestimmt, das Macht und Kontrolle über das Leben und Sterben aller Lebewesen hat, und auch die Macht hat Naturgesetze aufzuheben und über sie anderweitig zu bestimmen.

B. ...ein Schöpferwesen, welches das gesamte Universum erschaffen hat, daneben auch sämtliche Leben pflanzlicher, tierischer und menschlicher Art erschaffen hat.

C ....ferner besteht unter religiösen Menschen ein Konsens, dass es sich bei ihrem Gott um ein körperloses, rein geistiges Lebewesen handelt.

D. ... ein Wesen, das ewig existiert, unsterblich in Richtung Vergangenheit und Zukunft.

E. ...ein vollkommenes Wesen, welches niemals Fehler macht.

Diese Gottesdefinition wird im Großen und Ganzen von allen wichtigen Religionsgemeinschaften geteilt.

 


 

Nun zu den einzelnen Punkten:

A. Hier kollidiert der Absolutheitsanspruch eines Gottes mit den Naturgesetzen. Jeder weiß, dass es nicht möglich ist, die Naturgesetze außer Kraft zu setzen und sich ihnen zu widersetzen. Möglicher Einwand: Wir kennen (noch) nicht alle Naturgesetze. Das wäre durchaus möglich, jedoch ergänzen sich die Naturgesetze einander nur und schließen sich nicht aus. Ein einziges Naturgesetz reicht schon aus, um die Nichtexistenz "Gottes" zu beweisen. Weiterer möglicher Einwand: Wir wissen gar nicht, ob die Naturgesetze überhaupt stimmen. Auch das ist richtig. Zwar beweisen sich die Naturgesetze in jeder einzelnen Sekunde milliardenfach von allein, aber selbst damit hätten wir noch nicht bewiesen, dass sie ausnahmslos immer gelten. Jedoch sind die Naturgesetze in sich logisch schlüssig, was auch als eindeutiger Beweis angesehen werden kann. Um den Beweis der Nichtexistenz eines Gottes zu Fall zu bringen, müßte ausnahmslos alle Naturgesetze falsch sein. Das ist praktisch unmöglich.
Dazu meine Fragen an religiöse Menschen:
1. Auf welche Weise kontrolliert und bestimmt Ihr "Gott" das Universum und alles, was lebt?
2. Wie schafft es Ihr "Gott" die Naturgesetze zu beeinflussen und außer Kraft zu setzen?

Auf diese Fragen hätte ich gerne logisch schlüssige Theorien gehört.


B. In irgendeiner Form hat das Universum schon immer existiert, das leitet sich aus dem Energieerhaltungssatz ab. Das Universum hat sich zwar verändert und wird sich auch künftig ändern, aber die Grundsubstanz wird ewig erhalten bleiben, ewig in Richtung Vergangenheit und Zukunft. Das Leben entstand, wenn es nicht schon ewig existiert hat - diese Möglichkeit darf man auch nicht außer Acht lassen -, durch Zufall. Aus diesem Grunde hat die Entstehung des Lebens auch immens lange - wahrscheinlich mehrere hunderttausend Jahre - gedauert.
Dazu ein bildhaftes Beispiel: Sie nehmen ein Puzzle, werfen die 1000 Teile dann einfach in die Luft. Die Puzzleteilchen fallen dann zu Boden und setzen sich von selbst zu einem fertigen Bild zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas gelingt, ist mit Sicherheit astronomisch gering, aber unmöglich ist es nicht. Es ist aber auch unwahrscheinlich, dass Sie im Lotto gewinnen, aber trotzdem gewinnen immer wieder Leute den Haupttreffer. Das liegt natürlich daran, dass es viele Millionen Menschen gibt, die Lotto spielen, und das nicht nur einmal, sondern jede Woche. Macht man das nun über Jahr(hundert)tausende hinweg, dann ist es sogar ziemlich wahrscheinlich, dass sich unser Puzzle einmal von selbst zusammensetzt. Der mögliche Einwand, es wäre völlig unwahrscheinlich, dass das Leben rein zufällig entstanden ist, ist damit widerlegt. Natürlich kann man keine Zeitreise machen, um die Geschehnisse eindeutig nachzuweisen. Leider muß daher die Lehre vom Zufall eine Theorie bleiben. Aber diese Theorie ist logisch und in sich schlüssig.
Dazu meine Fragen an religiöse Menschen:
3. Auf welche Weise hat Ihr "Gott" das Universum erschaffen?
4. Auf welche Weise hat Ihr "Gott" das Leben erschaffen?
Beantworten Sie bitte diesen beiden Fragen mit einer logisch schlüssigen thereotischen Erklärung!


C. Das Leben existiert noch nicht sehr lange im Vergleich zur Geschichte des Universums. Das bedeutet, dass das "ewigliche Schöpferwesen Gott" über viele Jahrhunderttausende hinweg untätig geblieben ist, um dann, wie aus einer Bierlaune heraus, seinen Schöpfungsakt zu erbringen.
Dazu meine Fragen an religiöse Menschen:
5. Warum blieb "Gott" viele Jahrhunderttausende inaktiv? Was weckte seine plötzliche Schöpferkraft?
6. Warum hat "Gott" überhaupt (menschliches) Leben geschaffen? Was war der Sinn dessen?


D. Ein rein geistiges Leben kann nicht existieren, weil jedes Lebewesen über einen Informationsspeicher (z. B. Gehirn) verfügen muß, um existieren zu können. Wird dieser Informationsspeicher zerstört, gehen die abgespeicherten Informationen verloren. Bitte verwechseln Sie jetzt nicht die Begriffe "Information" und "Energie". Information ist ein reines Abstraktum, während die Energie erhalten bleibt, auch nach dem Tode. Diese Energie wird dann umgewandelt und kommt anderen Lebewesen zu Gute. Bedenken Sie ferner, dass es natürlich bereits zu Lebzeiten einen ständigen Energieaustausch im Körper gibt. Durch die Nahrung nehmen Sie die Energie von Pflanzen und Tieren in sich auf - aber nur die Energie und nicht die Informationen, der von Ihnen verzehrten getöteten Tiere und Pflanzen. Jene sind durch deren Tod verloren gegangen. Andernfalls würden Sie nach dem Verzehr zum Beispiel eines Schweineschnitzels einen Teil der Persönlichkeit des Schweines annehmen. Dieser Gedanke wäre absurd.... Aus diesem Grunde gibt es auch kein Leben nach dem Tode und vor der Geburt. Natürlich kann man die Informationen, die im Gehirn gespeichert sind, zum Teil kopieren, in dem man zum Beispiel Kinder zeugt / empfängt. Wenn Sie es so sehen wollen, ist die Weitergabe des Lebens ein Stückchen Unsterblichkeit. Aber zum Glück ist es auch nicht mehr als das, denn jeder neue Mensch soll eine eigenständige Persönlichkeit sein und nicht eine bloße Kopie seiner Vorfahren.
Meine Frage an religiöse Menschen:
7. Wie soll rein geistiges (= körperloses) Leben existieren?


E. Ein vollkommes Wesen würde nichts Unvollkommenes machen. Doch das Leben ist nicht vollkommen. So verfügten bereits Dinosaurier über selbst nachwachsende Zähne, wir Menschen jedoch nicht.
Ein vollkommenes Wesen hätte es zudem auch nicht nötig, nach dem Zufallsprinzip zu arbeiten. Die Evolution arbeitet aber nach diesem Prinzip. Es werden stets mehr Nachkommen produziert als zur Arterhaltung nötig wären, und die Überzähligen und Mangelhaften werden dann durch die natürliche Auslese ausgemustert, was für jene oft einen grauenvollen Tod bedeutet:
Des weiteren hätte die Evolution unter göttlicher Führerschaft nicht 3,5 Millionen Jahre gedauert, alles wäre wesentlich schneller gegangen.
Meine Frage an religiöse Menschen:
8. Warum macht ein vollkommens Wesen so viel Unvollkommenes?


Zusammenfassung der Fragen:

1. Auf welche Weise kontrolliert und bestimmt Ihr "Gott" das Universum und alles, was lebt?

2. Wie schafft es Ihr "Gott" die Naturgesetze zu beeinflussen und außer Kraft zu setzen?

3. Auf welche Weise hat Ihr "Gott" das Universum erschaffen?

4. Auf welche Weise hat Ihr "Gott" das Leben erschaffen?

5. Warum blieb "Gott" über viele Jahrhunderttausende hinweg inaktiv? Was weckte seine plötzliche Schöpferkraft?

6. Warum hat "Gott" überhaupt (menschliches) Leben erschaffen? Was war der Sinn dessen?

7. Wie soll rein geistiges (= körperloses) Lebewesen existieren?

8. Warum macht ein vollkommenes Wesen etwas Unvollkomenes?

Auf diese Fragen hätte ich gerne von religiösen Menschen eine erschöpfende Auskunft, die ich an dieser Stelle gerne veröffentlichen werde. Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Sie können sich auf Wunsch auch anonym äußern und das Gästebuch nutzen, das über die Startseite zugänglich ist.

Ihr Joachim Koßmann

Hinweis: (Stand der Dinge Mitte 2010) Die Veröffentlichungen der mir bis jetzt zugegangen Stellungnahmen wird erst dann erfolgen, wenn mir eine ausreichende Zahl von Zuschriften vorliegt, um die anderen Einsender nicht zu manipulieren!
Ich bitte daher um Geduld...

 

...und hier geht es nun weiter: WEITERE MEINUNGEN ZUM THEMA "GOTTESEXISTENZ" >>>>