Der deutsche Islam
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Ein deutscher Islam wäre eine Religion, die ähnlich dem Christentum in das westdeutsche Staatskirchensystem integriert ist. Damit wäre die islamische Kirche mit den gleichen Privilegien wie die christlichen Kirchen ausgestattet. Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses in weiten Kreisen befürworteten Vorhabens gibt es eigentlich nur auf Grund von innerorganisatorischen Problemen im islamischen Sektor.

* Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten sowie islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen nach den Lehrvorschriften des Islam. Zur besseren Kontrolle würden diese Unterweisungen in deutscher Sprache erfolgen.

* Privilegien, wie etwa die Einführung islamischer Feiertage.

* Zensur des öffentlich rechtlichen Rundfunks und Fernsehens durch islamische Interessensvertreter

* die staatliche Finanzierung der islamischen Religionsgemeinschaften durch direkte und indirekte Subventionen, auch durch staatliche Eintreibung islamischer Kirchensteuern.
Bereits jetzt liegt eine indirekte staatliche Finanzierung des Islam vor, da jene Gruppe als "gemeinnützig" anerkannt sind, so dass Spenden an sie von der Steuer abgesetzt und somit auf die Allgemeinheit umgelegt werden können.

* Da unser "Rechtsstaat" auch das christliche Kirchenrecht (weitgehend) anerkennt, ist davon auszugehen, dass dann auch die Scharia bald eine Rolle spielen kann.

Doch man verspricht, der deutsche Islam solle ein "moderner Islam" sein. Die Frauenfeindlichkeit solle überwunden werden, und selbstverständlich wäre der deutsche Islam dem Frieden verpflichtet und der weltlichen Demokratie wohlgesonnen. Wer das alles nicht glauben will, ist eben ein Nazi. Punkt.

Aber könnte so etwas gelingen? Es ist klar, dass der Islam dringend reformbedürftig ist, noch mehr als das Christentum. Doch die notwendigen Reformen müssen von innen heraus kommen, und - vor allem! - diese Reformen müssen von den Moslems selbst gewollt und initiiert werden. "Erziehungsmaßnahmen" von außen können keinen Erfolg versprechen, die Moslems würden sich bevormundet fühlen und sich weiter in den Radikalismus zurückziehen.

Religionen sind ohnehin nicht reformierbar. So ist die Tatsache, dass es heute keine christlichen Scheiterhaufen mehr gibt, sicherlich nicht mit einem wachsenden Unrechtsbewußtsein der Kirche zu begründen, sondern allein in ihrem Machtverlust.

Doch was steckt dahinter? Die krankhafte Gier unserer Obrigkeit nach immer mehr Menschen - ungeachtet fortschreitender Umweltzerstörung, Massenarbeitslosigkeit und anderer wirtschaftlicher Probleme - schafft hierzulande Entfaltungsraum für gebärfreudige Moslems, denn die einheimische Bevölkerung verweigert sich hartnäckig dem Kindersegen.

Dabei spürt der Islam schon jetzt die Zersetzungserscheinungen, die ihm die westliche Zivilisation zugefügt hat. Hiesige Moslems rauchen und trinken Alkohol wie die Deutschen, viele von ihnen beachten die Regeln ihrer Religion nicht unbedingt streng. Deshalb wird von der islamischen Obrigkeit die Integration der Moslems in die europäischen Gesellschaften nicht gewünscht. Doch das wäre wohl die Bedingung, die unsere Obrigkeit für das Projekt "deutscher Islam" stellen würde.

Wir können daher getrost sein, die Umsetzung eines "deutschen Islam" wird nicht möglich sein.