Das Christentum
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Der Kölner Dom gehört zum "Weltkulturerbe", was beweist, dass Kultur nicht immer etwas Positives sein muß.

Der Bau des Domes wurde im 12. Jahrhundert begonnen und erst im 19. Jahrhundert vollendet.

Zu der damaligen Zeit war Deutschland eines der ärmsten Länder der Erde, trotzdem hatte die Obrigkeit keinerlei Hemmungen, die Bevölkerung für den Bau dieser protzigen Kirche bis auf´s Blut auszubeuten.

Das Geld für den Dom stammt aus Steuergeldern, Sklavenhandel, Kriegsbeuten und dem noch heute noch recht beliebten - aber etwas anders genannten - Handel mit Ablaßzetteln. ...nichts zu vergessen aus der millionenfachen Erpressung der Untertanen durch Drohung mit der Hölle und der ewigen Verdammnis für den Fall der Zahlungsverweigerung.

Bis heute hat sich daran nicht Grundsätzliches geändert. Gern wird immer noch der Steuerzahler zur Ader gelassen, um die gewaltigen Unterhaltskosten, die das prächtige Bauwerk verschlingt, zu bezahlen.

Die bessere und billigere Lösung wäre es, dieses Gebäude kontrolliert zerfallen zu lassen als Mahnmal für den Terror des Christentums.

Die Beutestücke der Kirche aus dem Mittelalter werden heute stolz der Bevölkerung präsentiert - gegen Entrichtung eines Eintrittspreises (Werbeplakat am Essener Dom)

 


Zur "Krimalgeschichte des Christentums" ist schon sehr vieles geschrieben worden. Ich verweise auf die zahlreichen diesbezüglichen Veröffentlichungen, die Sie leicht durch googeln erreichen können. Es macht daher für mich jetzt keinen Sinn, dieses Thema hier nochmals zu behandeln, geschweige denn wäre es sinnvoll, andere Websites abzuschreiben. Daher möchte ich mich hier auf die Auseinandersetzung mit der Situation des Christentums in der Gegenwart beschränken.

Nun gibt es sicherlich gravierende Unterschiede zwischen der Lage des Christentums in Europa, in Nordamerika und in der sog. Dritten Welt. Das Christentum gerät besonders in Europa in Existenznot, wobei es keinen Unterschied zwischen den westlichen und den ehemals sozialistischen Ländern Europas gibt. Dennoch haben die christlichen Kirchen immer noch sehr viel Macht, da sie von den meisten europäischen Staaten immer noch gefördert werden. Aus eigener Kraft wären die christlichen Kirchen schon lange nicht mehr existenzfähig, zumindest nicht in ihrer traditionellen Erscheinungsform als große Volkskirchen.

Diese Situation ist für die europäischen christlichen Kirchen gefährlich, denn sie haben es ja in der Vergangenheit ja nie gelernt, dass sie für sich selbst sorgen müssen, ganz anders als etwa in Amerika. Da sie es auch noch nie nötig hatten, sich mit den eigenen Fehlern auseinanderzusetzen, sondern solche verschweigen oder vertuschen konnten, lassen sie auch die notwendige Fähigkeit zur Selbstkritik und zu inneren Reformen vermissen. Das beweist die neuerdings bekannt gewordenen Fälle von sexuellen Kindesmißbrauchs durch kirchliche Funktionäre und Bedienstete.


 

Moschee in Gladbeck
Atheistische Buskampagne 2009 in Düsseldorf

Die Existenz der alten europäischen christlichen Großkirchen wird heute von vielen Seiten bedroht. Zum Einen ist der in Europa aufkommende Islam kaum mehr zu ignorieren. Längst haben die Moslems die Anonymität ihrer Hinterhofmoscheen verlassen und bauen selbstbewußt Minarette, die es mit der Pracht der christlichen Kirchtürme durchaus aufnehmen können.

Zum Anderen ist die europäische Gesellschaft heutzutage weitgehend säkularisiert, das Interesse der Bevölkerung an der Teilnahme an religiösen Übungen geht mehr und mehr zurück. So sehen die christlichen Kirchen den aufkommenden Atheismus als größere Gefahr für ihre Existenz als den Islam. Wir haben in der Bundesrepublik derzeit etwa eine Drittelung der Bevölkerung in Christen, Atheisten und religiös Gleichgültige oder Uninteressierte.

Andererseits kann man auch eine immer bedeutender werdende christliche Gegenbewegung zum Atheismus erkennen. Radikale christliche Gruppen, wie etwa die Evangeliken, bekommen immer mehr Zulauf. Das liegt sicherlich auch daran, dass sie konsequenter und damit auch glaubwürdiger ihren Glauben vertreten als die ehemaligen Volkskirchen, denen es eigentlich doch mehr um Geld und Macht geht, denn um die Verfolgung idealistischer Ziele. So verlieren die großen Kirchen auch gerade die Menschen, die am engagiertesten den christlichen Glauben vertreten und damit am besten zur Weiterexistenz der Großkirchen beitragen könnten.


 

Kindergarten St. Marien in Wanne - Eickel
St. Anna Hospital in Wanne - Eickel

Die ehemaligen christlichen Volkskirchen versuchen heute ihre Existenz mit ihrem vermeintlichen sozialem Engagement zu rechtfertigen. In der Tat befinden sich sehr viele soziale Organisationen vom Kindergarten, Diakonie, Caritas, Krankenhäuser, Kinderheime, Seniorenheime etc. unter kirchlicher Trägerschaft. Die Kirchen sind immerhin der zweitgrößte Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland. Als solche stehen sie über dem staatlichen Recht, als Tendenzbetriebe können sie ihre Arbeiter und Angestellten maßregeln wie kein anderer. Die Kirchenmitgliedschaft ist für die Beschäftigten obligatorisch.

Zudem nutzt die Kirche wie gewohnt Schwächephasen im Leben der Menschen aus: Kindheit, Krankheit und hohes Alter. Kinder sind für religiöse Indoktrination sehr empfänglich, sie können noch nicht zwischen Tatsachen und reinen Glaubensaussagen unterscheiden, so dass ihnen noch recht leicht eine bestimmte Religion anerzogen werden kann. Kranke und alte Menschen sind angesichts eines nahenden Todes vielleicht dazu bereit zur Errettung ihres Seelenheiles ihr Vermögen (ganz oder teilweise) der Kirche zu hinterlassen.

In diesem Zusammenhang ist es müßig zu erwähnen, dass die sozialen Einrichtungen, welche sich unter kirchlicher Trägerschaft befinden, nahezu 100 %ig fremdfinanziert werden. Die Kirche macht also mit ihrer vermeintlichen Wohltätigkeit, die sie sich von der Allgemeinheit bezahlen läßt, für sich Reklame. Wenn die Kirche z. B. einen Kindergarten gründen will, werden die Kosten dafür zu jeweils einem Drittel von der Stadt, dem Land und der Kirche selbst übernommen, wobei allerdings die Kirche die alleinige Eigentümerin der Immobilie wird. Ein wahrlich gutes Geschäft...


 

Reproduktion der Werbepostkarten von 2001 mit freundlicher Genehmigung der Caritas und Brot für die Welt

Das angeblich auf Humanität begründete Engagement der Kirchen für die sog. Dritte Welt - Caritas und Brot für die Welt werden zu 99,2 % fremdfinanziert - läßt zudem eine wirkungsvolle Effektivität vermissen. Engagement für die notwendige Geburtenkontrolle muß man den Kirchen in jeglicher Hinsicht absprechen. Aus ihrer Sicht ist das verständlich, denn sie wollen natürlich viele Kinder und damit neue Mitglieder, um ihre Macht zu stärken. Da das in den meisten Industrieländern nicht mehr klappt, müssen nun die sog. Dritte Welt Länder dazu herhalten. Die Bevölkerung soll weiter wachsen, ohne Rücksicht auf die durch die eskalierende Überbevölkerung verursachten ökomischen und ökologischen Probleme.

Es ist klar, dass die maßgebenden Kirchenfunktionäre diese Fakten kennen, denn sie sind ja schließlich nicht dumm. Sie können sich die besten und teuersten Berater der Welt leisten. Dennoch ziehen sie nicht die notwendigen Konsequenzen dauaus, woraus man nur den Schluß ziehen kann, dass die Kirche durch das Verbot der Geburtenkontrolle vorsätzlich den Untergang der Menschheit in Kauf nimmt, weil sie selbst auf Dauer nicht überleben kann.


 

Kindstaufe 1961
Kommunion St. Marien Wanne - Eickel 1965
Aus meinem Religionsheft, ca. 1964

Kinder werden durch die Taufe und Erziehung zwangschristianisiert, ein evt. späterer Kirchenaustritt wird von der Kirche nicht anerkannt, da die Taufe unauflöslich ist. Die religiöse Erziehung wirkt wie eine Gehirnwäsche und kann für die Kinder erhebliche negative Folgen haben, wie etwa unkontrollierbare Ängste auslösen oder sie mit falschen Schuldgefühlen belasten. Eine qualifizierte moralische und ethische Orientierung bietet die Religion hingegen mit Sicherheit nicht.

Übrigens, es gibt auch keinen Kirchenausschluß. Ein vor dem Amtsgericht bzw. Standesamt erklärter Kirchenaustritt nach staatlichem Recht, hat lediglich eine Exkommunikation zur Folge. Durch die Exkomminaktion wird lediglich die Berechtigung zur Teilnahme an den Sakramenten (Kommunion, kirchliche Dienstleistungen) widerrufen. Wer sich ohnehin schon von der Kirche distanziert hat, interessiert sich dafür bestimmt nicht.

Nicht nur die neuerlich bekannt gewordenen Fälle von sexuellem Kindesmißbrauch in der Kirche, machen es deutlich, dass wir unsere Kinder vor der Kirche schützen müssen!


Damit Sie mich nicht falsch verstehen, es geht mir nicht darum, irgendeiner Religionsgemeinschaft oder Kirche das RECHT auf freie Religionsausübung abzusprechen, weder der christlichen, der jüdischen, der islamischen etc. Bevölkerung, selbst Anhängern des Bhagwhan oder von Scientology nicht. Es geht ausschließlich um die notwendige Beseitigung bzw. Nichteinführung der Privilegien, also der Sonder- und Vorrechte der Religionsgemeinschaften und Kirchen.

DURCH DAS RECHT AUF FREIE RELIGIONSAUSÜBUNG IST GEDECKT:

* Die Gründung neuer Kirchen oder Religionsgemeinschaften. Dem Staat und der Gesellschaft stehen es nicht zu, einer solchen Organisation das Recht abzusprechen, sich als Kirche oder Religionsgemeinschaft bezeichnen zu dürfen.

* Der Bau von Kirchen, Moscheen, Synagogen etc., in so fern sie nicht vom Staat und der Bevölkerung zwangsfinanziert werden. Dafür muß das normale Baurecht gelten, besondere Einschränkungen darf es nicht geben. So hat kürzlich die Schweizer Initiative für ein Minarettverbot leider sehr viel Schaden angerichtet, denn das war der falsche Ansatzpunkt für Kritik.

* Die Verpflichtung des Staates das Recht auf freie Religionsausübung zu schützen in dem gleichen Umfang, in dem der Staat auch andere Persönlichkeitsrechte schützt.

* Das Recht der Kirchen und Religionsgemeinschaften für ihren jeweiligen Glauben in der Öffentlichkeit in angemessener Weise Werbung (Missionsarbeit) zu machen, z. B. durch das Betreiben von eigenen Fernseh- und Radiosendern und Verlagen für Printmedien, öffentliche Demonstrationen etc.. (Ich weise darauf hin, dass im Wirtschaftsleben gewisse Werbeformen, wie z. B. Telefonmarketing, als unlauterer Wettbewerb eingestuft und verboten sind).

* Das Recht der Kirchen und Religionsgemeinschaften von ihren Mitgliedern Mitgliedsbeiträge und freiwillige Spenden anzunehmen, wobei diese Gelder aber nicht von der staatlichen Steuer abgesetzt werden dürfen.

* Das Tragen von Kopftüchern, Ketten mit Kruzifixen, Abzeichen etc. in der Öffentlichkeit. Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes sollten während ihrer Arbeit von dieser Erlaubnis ausgenommen sein, da sie als Diener des Staates zu einer religiös weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sind.

...HINGEGEN IST NICHT DURCH DAS RECHT AUF RELIGIONSAUSÜBUNG GEDECKT:

* Alle religiösen Handlungen, die in die Rechte dritter Personen eingreifen, wie etwa...

...religiöse Kindererziehung,

...Kindertaufen, Beschneidungen von Kindern und ähnliche Prozeduren

...vermeidbare Belästigungen etwa durch Glockengeläut, Muezinrufen etc.

...der Schutz religiöser Feiertage

...der Wunsch nach staatlicher Finanzierung oder anderweitiger Förderung der Religionsausübung

...Geburtenkontrolle zu unterlassen. Leider zeichnen sich unsere moslemischen Mitbürger durch besonders reichen Kindersegen aus, der die wirtschaftliche und ökologische Stabilität Europas gefährdet (Näheres hier).

...der Wunsch nach sonstigen Privilegien, z. B. die Entbindung der Pfarrer von der allgemeinen Wehrpflicht

WICHTIGER HINWEIS: Das Bundesverfassungsgericht der Bundesrepublik Deutschland vertritt hingegen die Auffassung, dass kirchliche Sonder- und Vorrechte durch die Religionsfreiheit gedeckt sind! Damit hat die deutsche Justiz die Bundesrepublik Deutsch erneut als Rechtsstaat disqualifiziert.
(Hamburger Abendblatt vom 1. 12. 2009 zum Thema von vier verkaufsoffenen Sonntagen in Berlin)

AUSNAHMEN VON DEM GRUNDSATZ:


" Alle Menschen / Organisationen müssen vom Staat gleich behandelt werden, keine/r darf durch Privilegien bevorzugt werden."

` Menschen, die auf Grund einer Behinderung, einer Erkrankung, ihres noch jungen oder sehr hohen Alters in ihrer Lebensführung beeinträchtigt sind, haben den Anspruch auf Privilegien (z. B. Behindertenparkplätze, Freifahrtscheine etc.) um ihr Leben zu erleichtern. Die Allgemeinheit ist zur Solidarität und Rücksichtnahme verpflichtet.

* Organisationen, die für die Sicherheit und Ordnung im Allgemeinwohl verantwortlich sind. Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr etc..

Religiöse Menschen und Kirchen / Religionsgemeinschaften gehören hingegen nicht zu diesem Personenkreis.

 

...und nun auf zum letzten Gefecht!

Es gibt viele Menschen, die glauben, das Christentum wäre die womöglich letzte Möglichkeit, Europa vor einer drohenden Islamisierung zu schützen. Mit diesem Thema beschäftigen wir uns mit einem Systemvergleich hier.

 

 

<<< Wahlplakat von Pro - NRW

 

 
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