Nachwort des Herausgebers dieser Websites, Joachim Koßmann

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
einige von ihnen interessieren sich für die Hintergründe, meine Motivation, diese Websites zu veröffentlichen.
Man sieht diesen Sites an, daß sie sehr arbeitsaufwendig waren. Ich bin allein mindestens 400 km durch Herne und die Nachbarstädte gejoggt - zum Glück habe ich äußerst kräftige Beine - und habe hier alle vom Staat finanzierten Kirchen fotografiert. Die anderen interessieren in diesem Zusammenhang nicht. www.pro-kirchenaustritt.com hätte etwa 20.000 € gekostet, wenn ich eine Firma mit der Erstellung beauftragt hätte. www.pro-liberal.com weist umfangreich recherchiertes Material und Übersetzungen auf, für die Satire Site www.anticlerus.com mußte ich meine blühende Phantasie strapazieren...
Warum mache ich das? Warum verbreite ich nicht irgendwo im Wirtshaus irgendwelche Stammtischparolen? Die Kirche ist heute nicht mehr beliebt, das wäre für mich die einfachere Lösung gewesen...
Sind diese Sites vielleicht ein privater Rachefeldzug gegen die Kirche, weil ich in meiner Kindheit unter meiner strengen katholischen Erziehung leiden mußte?
Für die Kirche wäre es bequem, wenn die Sache so einfach wäre. Aus diesem Grunde greifen mich auch viele Kritiker persönlich an, weil die Sachaussagen dieser Sites nicht abzuleugnen sind.
Es ist natürlich richtig, daß ich keine positive Einstellung gegenüber der Kirche habe, eine positive Einstellung auch gar nicht haben könnte, da die Kirche immer so weiter macht wie bisher. Kinder werden nach wie vor getauft und religiös erzogen, was ihren Eltern durch Kirchengebot vorgeschrieben wird.
Das Schwerpunktthema von www.pro-kirchenaustritt.de ist jedoch die staatliche Kirchenfinanzierung, da sich
80 % unserer Bevölkerung grundsätzlich nicht für das Thema "Religion und Kirche" interessieren. Diese große Mehrheit will ich mit dieser Site ansprechen, denn für das Thema "Geld" muß sich jeder von uns interessieren. Um die Thematik so anschaulich wie möglich darzustellen, verwende ich sehr viele Bilder und relativ wenig Text.
Da das Thema "Kirchenfinanzierung" ein spezifisch deutsches Thema ist, denn anderswo als in der Bundesrepublik, in Österreich und der Schweiz gibt es ohnehin keine Kirchensteuern, habe ich auch auf die Herausgabe einer Übersetzung von www.pro-kirchenaustritt.de verzichtet.
www.pro-liberal.com bietet, wie bereits erwähnt, detailliertere Informationen und Übersetzungen.
Die neue Satire Stie www.anticlerus.com soll auf humorvolle Weise an dieses Thema heranführen - somit habe ich mit diesen Sites praktisch alle Zielgruppen abgedeckt.
Natürlich kann alles nur noch besser werden, Ihre Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht. Ich erhebe nicht den Anspruch auf Vollkommenheit.
Die Aussagen und Forderungen meiner Sites sind im Grunde genommen nicht besonders radikal, sondern entsprechen im wesentlichen den Forderungen, die bereits seit mehr als 50 Jahren im Programm der westdeutschen FDP stehen.
Neben der oft geforderten Trennung von Kirche und Staat, geht es mir allerdings auch darum, daß die Kirchen wenigstens für die materiellen Schäden, die sie in der Vergangenheit angerichtet haben, haftbar gemacht werden müssen. Das ist mit Sicherheit der wichtigste Unterschied zu anderen Positionen.
Jedoch haben die Politiker jeder Art versagt. Politikern unterliegen zu vielen Sachzwängen und müssen auf ihre jeweilige Klientel oft zu viel Rücksicht nehmen, zudem mangelt es (nicht nur) Politikern ziemlich oft an der notwendigen Ehrlichkeit und Zivilcourage.
Aus diesem Grunde bin ich weder Mitglied einer politischen Partei noch einer Freidenkervereinigung. Ich arbeite lose mit verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen zusammen, insbesondere mit Österreichern und auch US Amerikanern. Die Kontakte müssen jedoch noch weiter (weltweit) ausgebaut werden.
Ich bin freiberuflicher Journalist und will natürlich von meiner Arbeit leben. Meine Websites sind daher gewerbliche Veröffentlichungen, die auch als solche auch vom Finanzamt anerkannt sind. Die kommerzielle Zielsetzung dieser Veröffentlichung besteht in dem Verkauf von Urheberrechten und Lizenzen für Dokomentarfilme und Bücher. Außerdem arbeite ich in der Schlagerbranche. Vom Idealismus allein kann schließlich niemand leben.
Eine berufliche Arbeit sollte im Idealfall sowohl emotionale als auch finanzielle Bedürfnisse befriedigen, wobei ersteres sogar noch wichtiger ist. Ich wünsche Ihnen, daß Ihnen Ihr Beruf diese Wünsche erfüllt. Ich persönlich habe noch sehr viel dafür zu tun, meine Ziele zu erreichen.
Ihr Joachim Koßmann